„Olaf Kühl hat die Sprachwelt dieses Krieges ins Deutsche geholt“
Olaf Kühl przeniósł język tej wojny na grunt niemiecki
Olaf Kühl has brought the linguistic world of this war into German
Die Sprache ist rau, stellenweise ekelig, sie schont nicht. Olaf Kühl, der Twardochs Romane ins Deutsche übersetzt, hat nicht nur das Polnische übertragen, sondern auch russische Begriffe, die er, um ihre authentische Wirkung zu verstärken, teils auf Kyrillisch stehen lässt und dann erklärt, sowie ukrainischen Gefechtsjargon. Er hat die Sprachwelt dieses Krieges ins Deutsche geholt".
(Alisa Schellenberg, DIE ZEIT, 24.4.2025).
„Großes Lob spendet sie auch dem "begnadeten Übersetzer Olaf Kühl", der es schafft, das grobe "Polnisch, Ukrainisch, Russisch", das in diesem Roman gesprochen wird, überzeugend ins Deutsche zu transportieren.“
(Andrea Lieblang, Deutschlandfunk, 12.5.2025, nach Perlentaucher.de)
„Olaf Kühl ist es mit Finesse und Fingerspitzengefühl gelungen, den bohrenden, schleifenden oder zupackenden Sound dieser auch von ukrainischen, polnischen oder russischen Kraftausdrucken und Idiomen durchsetzten Sprache im Deutschen zum Glühen zu bringen“
(Ingo Petz, Der Standard, 7./8. Juni 2025)
Was ist das für ein Held, wie ist er in diesen Krieg geraten? Das versucht er, in einem brüchigen Unterstand blockiert, seinem Kameraden «Ratte» zu erzählen, immer wieder unterbrochen von Erinnerungen, gestört von Alarmmeldungen über angreifende «Päderussen» (im Original «Pidar», eigentlich «Schwuler», der ausgezeichnete Übersetzer Olaf Kühl hat hier wie an anderen Stellen treffende Entsprechungen für den Soldatenjargon gesucht und gefunden; viele Passagen sind um der Atmosphäre willen in russischer, ukrainischer, polnischer Sprache stehen geblieben).
(Martin Ebel, bazonline.ch, 24.6.2025)
Die Nulllinie – das ist die Front im Osten der Ukraine, an der entlang der Krieg verläuft. Seit 2022 ist der 1979 geborene Pole Szczepan Twardoch immer wieder dort hingereist. Er hat sich in Lebensgefahr gebracht, war mit Soldaten unterwegs. Sein Roman ist jedoch keinesfalls eine Kriegsreportage (wogegen es auch nichts einzuwenden gäbe), sondern ein ausgefeiltes und von Olaf Kühl in ein gewohnt exzellentes Deutsch übersetztes Stück Literatur.
(SWR-Bestenliste, 27.6.2025)